Schloss Morsbroich

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Eigentlich sollte das hier gar kein Beitrag werden. Eigentlich wollte ich nur die Lichtdichtigkeit eines Magazins meiner neuen Kiev 88 testen. Eigentlich sollten höchstens ein paar der Bilder in diversen Fotogruppen auf Facebook erscheinen.

Eigentlich…

Und dann gefielen mir die Ergebnisse so gut, dass ich mich doch zu einem Blogbeitrag durchringen konnte.

Das Wetter war nicht das beste heute und deshalb war ich ganz froh, mich morgens für einen TMax 100 entschieden zu haben, einen von Kodaks klassischen Schwarzweißfilmen. Dazu noch ein Gelbfilter auf´s 65mm Weitwinkel und auf ging´s. Da ich arbeiten musste, war ich eh schon einmal in Leverkusen, also stand Schloss Morsbroich als Ziel  ziemlich schnell fest.

Das Schloss beherbergt ein Museum für moderne Kunst und ein Restaurant. Als Sehenswürdigkeit an sich wird es seltsamerweise kaum beworben, obwohl es sehr schön ist und einen hübschen kleinen Park und Wald mit altem Baumbestand sein Eigen nennt. Ich bin also ein wenig durch den Park geschlendert und habe folgende Bilder gemacht, die ich Euch jetzt zeigen möchte. Ein wenig düster vielleicht, aber genau das mag ich daran… Ihr auch?

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Rot-Grün-Schwäche

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Geht es nur mir so, oder habt auch ihr für bestimmte Städte bestimmte Farben im Kopf? Das mag jetzt seltsam klingen, aber bei mir ist das so. Denke ich an London, assoziiere ich das mit Rot. Bei New York ist es für mich Gelb und bei Paris… Ja, bei Paris war ich fest der Meinung, die Stadt sei für mich Grün.

Als ich nun da war, hat sie mich aber eines Besseren belehrt. So sehr ich auch versucht habe, grüne Farbtupfer zu fotografieren; es wäre darauf hinausgelaufen, dass ich eine Serie von ein paar Laternen und einigen Metro-Eingängen zusammenbekommen hätte. Sicher, das kann schön sein, ist jedoch eher nichts, womit man andere begeistern oder zumindest erfreuen kann. Jedenfalls nicht nach der siebten Laterne…

Also habe ich mich entschlossen, mich treiben zu lassen und mir von der Stadt zeigen lassen, welche Farbe sie gern trägt. Und siehe da, es ist ebenfalls Rot geworden. Nun gut, das hat mich zugegebenermaßen überrascht, aber man kann nix erzwingen und wenn Paris rot sein will, dann ist es halt eben Rot. Viel Spaß beim Betrachten der Bilder. Lasst doch mal hören, welche Farben Ihr welchen Städten zuordnet…

PS: Voilá, ein Metro-Eingang ist ja nun doch dabei… ;-)

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PARIS 2.0

Mir ist von mehreren Seiten zu Ohren gekommen, dass die Slideshow auf Youtube nicht die optimale Präsentationsform sei, unter anderem weil man die Verweildauer beim einzelnen Bild nicht selbst festlegen kann und aus noch ein paar Gründen mehr. Also habe ich mich doch entschlossen, die Bilder hier als Galerie anzubieten. So kann jeder ganz individuell einzelne Bilder ganz in Ruhe anschauen (oder auch übergehen) ;-)

Sollte jemand Interesse an einem Abzug haben (natürlich dann ohne Copyrightsymbol im Bild), lasst es mich einfach wissen…


P A R I S

Mitte März war es endlich soweit – Paris stand auf dem Plan. Im Januar hatten wir uns relativ spontan entschieden, der Stadt der Liebe und der Lichter mal einen Besuch abzustatten und dank dem allwissenden Internet waren kurz darauf Wohnung und Tickets gebucht. Nachdem wir im September ja schon London unsicher gemacht hatten, war ich nun sehr gespannt, was Paris zu bieten hatte. Natürlich kannte ich, wie wohl jeder, die vielen Bilder der Stadt, die einem in Filmen, Werbung und Printmedien immer wieder vor Augen geführt werden. Auch die klassischen Streetfotos der großen Meister wie Cartier-Bresson, Erwitt und dergleichen waren mir natürlich ein Begriff. Umso gespannter war ich, ob die Stadt all das zu halten vermochte, was diese Bilder, die sich über die Jahre im Kopf festgesetzt hatten, versprachen – die Vorstellung, Paris zu kennen, ohne je da gewesen zu sein.

Gleich vorweg: Teilweise war das der Fall, teilweise nicht. Paris ist für deutsche Reisende wohl oft erstmal ein Kulturschock. Die Stadt ist laut, chaotisch und nicht unbedingt an allen Ecken besonders sauber. Auch die viel gepriesene Romantik vermisst man hier und da. Teilweise ist das durch die Touristenmassen bedingt, die sich durch die Straßen schieben, teilweise aber auch ganz natürlich, denn in einer Hauptstadt bleibt die Zeit nicht stehen und wir leben (leider) nicht mehr in den wilden 20er Jahren… An vielen Ecken hat die Stadt sich ihren Charme allerdings auch bewahrt.

Der Vorteil der Fotografie ist, dass man durch Bildwinkel, Brennweite, eigenen Standpunkt und nicht zuletzt durch späteren Beschnitt der Fotos Unerwünschtes gut ausblenden kann und sich so vielleicht im Nachhinein noch ein wenig das Bild der Stadt im eigenen Kopf zurechtrückt. Denn auch die großen Namen in der Fotografiegeschichte haben das ja nicht anders gemacht. Viele der Eindrücke, die einem beim Namen Paris sofort in den Sinn kommen, sind ja nur die Ideen, die andere schon hatten und der Nachwelt durch ihre Sicht der Dinge vermittelt und überliefert haben. Unschöne Ecken gab es sicherlich zu jeder Zeit, man hat sie nur einfach schon damals nicht gezeigt.

Auf jeden Fall ist es nicht übertrieben zu sagen, dass man Paris wohl einfach einmal gesehen haben muss. Und wenn man die Jugendstileingänge zur Metro sieht, morgens in einem Straßencafé sitzt und sein Croissant isst oder nachts unter dem glitzernden Eiffelturm steht, dann hat man sich wohl auch schnell wieder mit dem Trubel und dem Lärm versöhnt und ist doch noch in der Stadt, die man aus dem Kino kennt.

Um diese beiden Medien, Film und Fotografie ein wenig zu verbinden, habe ich mir diesmal eine etwas andere Art der Präsentation ausgesucht, als gewöhnlich. Ich habe eine kleine Slideshow erstellt und freue mich, wenn Ihr mich jetzt auf meinem Streifzug durch die französische Hauptstadt begleitet.


Obscura Digitalis…

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Zurück zu den Anfängen der Fotografie… In den letzten Jahren habe ich mich ja hauptsächlich der analogen Fotografie zugewandt, um ein wenig weg zu kommen vom unkontrollierten Bilderhype und auch, um mich mit der traditionellen Technik der Fotografie zu befassen.

Wer den Schritt hin zur filmbasierten Fotografie aber nicht wagen kann oder möchte (sei es aus Zeitmangel oder wieso auch immer) der hat auch mit einer Digitalkamera die Möglichkeit, sich abseits der ausgetretenen Pfade von immer besseren, schärferen Objektiven zu bewegen und sich auf andere Dinge zu fokussieren, als Megapixel, Vergütungen und Mikrokontrast. Für kleines Geld gibt es für nahezu jede Wechselobjektivkamera, sei es spiegellos oder ganz klassisch an der DSLR, Pinhole-Vorsätze. Meist nicht dicker als ein Objektivdeckel bringen einen diese kleinen Dinger ganz an den Anfang der Fotografie und verwandeln jede Digicam in eine Camera Obscura.

Meist hat so ein Pinhole-Vorsatz einen Blendenwert von f/80 oder kleiner, so das hier unbedingt vom Stativ gearbeitet werden muss. Selbst an sonnigen Tagen liegen die Belichtungszeiten gerne mal um 1/2 bis 1 Sekunde. Scharfstellen kann man mit diesen Teilen nicht, das ist aber auch gar nicht nötig, weil durch das Wesen der Pinholefotografie und das Fehlen jeglicher Linsen die Schärfe automatisch vom Vorder- bis in den Hintergrund reicht. Wobei “Schärfe” in diesem Fall relativ ist, denn die Bilder haben einen sehr weichen Charakter, fast schon wie Traumbilder, neblig, leicht verschwommen. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus. Technische Perfektion steht hier ganz weit hinten an. Die Entstehungsweise des Bildes und seine Einzigartigkeit sind dafür umso deutlicher.

Ich war heute morgen unterwegs am See, der Nebel trug viel zur Stimmung bei. Die Sonne kämpfte sich schon langsam durch und bis auf ein paar wenige Freizeitsportler war wieder einmal nichts los. Die Bilder entstanden mit einer Olympus Pen E-P1 und wurden in Lightroom nur in Schwarzweiß umgewandelt und bereinigt, denn bedingt durch die kleine Blende wird jedes Staubteilchen auf dem Sensor extrem deutlich sichtbar.

Viel Freude beim Anschauen!

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The Cube

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“The Cube”, sagen die Einen. “Sanaa-Gebäude” die Anderen. Für manche ist die die Zollverein School of Design, für manche ein Schandfleck.

Ich mag´s. Es ist modern, klar strukturiert, schlicht und einfach, aber doch innovativ. Und es setzt sich sehr positiv von der Backsteinarchitektur der Zeche ab. Das finde ich sehr sinnvoll, denn ein pseudohistorischer Bau, das wäre höchstwahrscheinlich schief gegangen. So hat man jedoch einen weiteren Blickfang auf dem Areal geschaffen, etwas das Interessierte anzieht und (ob positiv oder negativ) auf jeden Fall im Kopf bleibt.

Es hat Essen auch bereits zu internationaler Bekanntheit verholfen, denn hier wurden Szenen für den Wim Wenders-Film “Palermo Shooting” mit Campino gedreht, der einen bekannten und gefragten Fotografen spielt. In diesen Szenen kommt gut rüber, wie leicht und luftig das Gebäude aussieht, wie hoch manche Decken sind und wie gut es der nackte Beton schafft, im Hintergrund zu bleiben und doch präsent zu sein.

Nach einigen Wochen Foto-Abstinenz hat es mich heute gepackt. Ich habe den schönen Vorfrühlingssonntag genutzt und bin nach Zollverein gefahren, da ich das Gebäude bei meinen bisherigen Streifzügen immer etwas stiefmütterlich behandelt habe. Und so schön die historischen Zechengebäude sind (und das sind sie!), moderne Architektur ist etwas unheimlich tolles und fasziniert mich sehr. Die hoch stehende Wintersonne und die klare Luft waren heute passend, um Kontraste zu bekommen, die ebenso klar sind wie die Linien des Würfels. Ich wünsche somit jetzt viel Spaß beim Betrachten der Bilder!

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Am Jahresende zurück zur Natur

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Fast hätte ich es selbst nicht mehr geglaubt, dass ich noch einen Beitrag zustande bekomme, bevor 2013 ausklingt. Der Dezember ist halt immer sehr vollgepackt, Weihnachten kommt traditionell schneller als man denkt und *schwupps*, knallen die Raketen sowie die Korken und das neue Jahr hat einen in Beschlag. Der Weihnachtsurlaub hat mir nun aber doch noch die Gelegenheit beschert, ein paar Bilder zu machen und ein wenig den Alltag zu vergessen. Vorher möchte ich mich aber kurz bei meinen Lesern, hier und auf Facebook, für ihr Interesse bedanken. Durch meine Facebook-Seite www.facebook.de/pixelbulimie habe ich einige Leser und Betrachter dazugewinnen können und ich hoffe natürlich, dass das im nächsten Jahr weiter geht und ich Euch hier viele, hoffentlich spannende, Fotos von Ausflügen und Reisen zeigen kann. Bis dahin kommt gut ins neue Jahr. Ich hoffe, wir sehen uns dort…

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Und mal wieder Zollverein…

Heute war ich auf meiner Lieblingszeche, dem guten alten Weltkulturerbe Zollverein. Nicht primär zum Fotografieren, sondern vielmehr zum Schnuppern und Anregungen holen. Dort fand gestern und heute nämlich zum 14. Mal die Naturfotomesse Weltblicke statt. Neben grandiosen Dia-Multivisions-Vorträgen (ich habe mir die Show eines Schweizers angeschaut, der seit 11 Jahren jeden Sommer mit Grizzlybären in Alaska verbringt) gab es auch ein paar Herstellerstände, auf denen man die neuesten Kameras und Objektive bewundern und auch benutzen durfte. Ich habe mir hier mal einen kleinen Eindruck über aktuelle Digitalkameras verschaffen können.

Das kam mir auch sehr gelegen, da ich selbst mit einer unterwegs war, nämlich der Olympus PEN E-P1. Eine für digitale Verhältnisse mit vier Jahren recht betagte Kamera, die aber mit 12 Millionen Pixeln bis heute richtig tolle und rauscharme Bilder liefert und mir wirklich Spaß macht. Durch ihre Kompaktheit ist auch die Hemmschwelle, sie einfach mitzunehmen, so gut wie nicht da. Zusammen mit meiner Fuji XF1 ein tolles Pärchen z.B. für Städte-Trips. Vielleicht stelle ich die beiden Kameras bei Gelegenheit mal näher hier vor.

Wie soll es anders sein, natürlich habe ich auch ein paar Fotos gemacht, wenn ich schon mal da war. Durch das eher suboptimale Wetter waren nicht viele “normale” Besucher da, neben den Weltblicke-Besuchern. Das macht es dann natürlich noch einfacher. Viel Freude nun mit meiner kleinen Auswahl von heute!

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Werkzeug…

Ein Fotograf und seine Ausrüstung… Das ist ein schwieriges Thema über welches auch schon oft und viel geschrieben und diskutiert wurde. Ist es nun so, dass die Kamera gar nicht zählt, dass es das Auge des Fotografen ist, dass Bild macht? Oder gilt doch eher der Spruch “Horses for courses”, also die passende Kamera für jedes Einsatzgebiet? Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Ohne Idee macht die beste Kamera kein gutes Bild, anders herum lassen sich manche Ideen aber einfach nicht mit jeder Kamera umsetzen.

Gerade als Hobbyfotograf (ich finde hier das englische Wort “Enthusiast” besser, Hobby hat immer irgendwie einen nerdigen Klang) hat man ja den Vorteil, seine Kamerakäufe nicht wirtschaftlich rechtfertigen zu müssen.

Du willst es? Du kannst es Dir leisten, ohne am Hungertuch zu nagen? Kauf es!

So haben sich auch bei mir über die Jahre viele Kameras angesammelt. Manche sind geblieben, andere sahen im Internet doch reizvoller aus, als sie es am Ende waren. Sie mussten wieder gehen. Das Schöne ist, dass man einigermaßen gute analoge Kameras heutzutage fast ohne Wertverlust wieder verkaufen kann, wenn man sich nicht gerade über´s Ohr hat hauen lassen. Ich habe mir den Grundsatz zueigen gemacht, keine Kameras zu behalten, die ich nicht nutzen kann. Mit dieser Leitlinie habe ich in den letzten Monaten die “Sammlung” wieder ganz schön ausgedünnt. Trotzdem habe ich natürlich mehr Kameras, als ich regelmäßig benutze. Einige haben sich als Favoriten herauskristallisiert, die werden des öfteren eingepackt und ihre Handhabung liegt mir. Ein paar davon möchte ich Euch jetzt zeigen.

Contax TVS

Die Contax TVS, eine der sogenannten “Edelkompakten” aus der analogen Ära. Eine tolle kleine Kamera für Städtereisen (z.B. hatte ich sie in London dabei), die sowohl vollautomatisch als auch mit Zeitautomatik funktioniert und trotz Zoomobjektiv eine super Bildqualität hat. Als Schnappschusskamera mit Qualitätsanspruch nicht zu überbieten.

Leica IIIf

Die Leica IIIf mit versenkbarem Summicron 50/2.0. Die klassische Reportagekamera, bei mir fast immer mit Schwarzweißfilm bestückt. Die Belichtung muss per Hand gemessen werden, Automatiken sind bei dieser Kamera Fehlanzeige! Dafür hat sie eine überragende Bildqualität und die Bilder mit ihr werden irgendwie klassisch und zeitlos. Eine Legende und eine Favoritin von mir!

Polaroid SX70

Die Polaroid SX70. Kultkamera und weit mehr als die Millionen Polaroidknipsen, die einst in den Wohnzimmerschränken weltweit lagen. Die SX70 ist ein Profimodell gewesen. Eine Spiegelreflexkamera, robust und einfach nur unheimlich schön. Zusammengeklappt durchaus was für die Aktentasche. Kommt bei mir wegen der schwindelerregenden Preise von Impossible Film selten zum Einsatz. Wenn, dann überzeugt sie aber! Auch hier gibt es Beispiele im London-Beitrag zu sehen.

Rolleicord IV

Die Rolleicord IV. Die kleine Schwester der Rolleiflex. In Hinblick auf die Bildqualität ist sie der aber nicht unterlegen. Die Rolleiflex hat im Gegensatz zur ´Cord eine Kurbel zum Filmtransport, es gab sie mit Belichtungsmesser, Film weiterspulen und Verschluss spannen war ein Arbeitsgang statt zwei. Bis auf diese paar Komfort-Verbesserungen ist die Rolleicord jedoch absolut auf Augenhöhe und ich liebe sie! Könnte ich nur eine Kamera behalten, wäre sie Anwärterin auf diesen Platz.  Das Prinzip, von oben in die Kamera zu schauen und das Sucherbild spiegelverkehrt zu sehen, muss man mögen oder sich zumindest daran gewöhnen. Wenn das aber erstmal passiert ist, dann mag man das oft nicht mehr missen.

Polaroid 110a

Tja, und meine neueste Errungenschaft, eine Polaroid Pathfinder 110a. Umgebaut auf Planfilm 9×12. An dieses Schmuckstück bin ich eher zufällig geraten, nun bin ich aber unglaublich neugierig drauf, sie zu benutzen. Den ursprünglichen Film für diese Kamera gibt es seit fast zwanzig Jahren nicht mehr. Die Objektive sind jedoch legendär, weshalb sie heute oft konvertiert werden und man damit Planfilm im Format 4×5″ oder 9x12cm fotografiert. Wohl gemerkt, das beudeutet ein Negativ von 9x12cm Größe. Der Detailreichtum einer solchen Aufnahme ist gigantisch.
Der Aufwand, mit dieser Kamera zu fotografieren, leider auch. In eine Planfilmkassette passt immer nur ein Bild. Ich habe momentan zwei Kassetten, der Fotoausflug ist also schnell vorbei, wenn man sich nicht genau überlegt, was man fotografieren will. Das tut man aber für gewöhnlich. Ich plane mit dieser Kamera eher konzeptionelle Arbeiten als spontanes Um-die-Häuser-ziehen. Interessenten für Portraits unter den Lesern? Immer melden!

So, das war es für´s Erste. Meine beiden Spiegelreflexsysteme (Olympus und Canon) werde ich ein anderes Mal vorstellen.